Katalog Nr. 06
Eine kurze Geschichte des Kinesiologie-Tapes
Eine Praxis in Japan, eine Schulter in Peking: wie ein Streifen elastischer Stoff weltweit bekannt wurde.

Heute sieht man Tape auf Laufstrecken, in Fitnessstudios und bei jeder großen Meisterschaft. Angefangen hat alles in einer Praxis.
Die Idee
Anfang der 1970er Jahre suchte der japanisch-amerikanische Chiropraktiker Kenzo Kase nach einem Tape, das Bewegung erlaubt. Die starren Tapes seiner Zeit stützten zwar, schränkten aber ein.13 Gemeinsam mit Ingenieuren entwickelte er ein elastisches Tape, das in Dicke und Dehnbarkeit der menschlichen Haut ähneln sollte.3
Von Japan in die Welt
1979 begründete Kase seine Methode offiziell. In den 1980er Jahren kam das Tape in Japan auf den Markt, Mitte der 1990er Jahre in den USA.2 1984 gründete er einen internationalen Verband, der die Methode lehrt.3 Das ursprüngliche Tape war ein elastischer Baumwollstreifen mit Acrylkleber.1
Der Durchbruch
Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking trug die US-Beachvolleyballerin Kerri Walsh einen auffälligen schwarzen Streifen auf der Schulter. Die Bilder gingen um die Welt. Nach Angaben des Herstellers wuchs dessen Umsatz danach um 300 %.2 Für die Spiele 2012 in London spendete das Unternehmen Tape an das US-Olympiateam.2
Bekannt heißt nicht bewiesen
Die Popularität von Tape ist groß. Die Studienlage zu seiner Wirkung ist es nicht. Was die Forschung heute sagt, steht in unserem Katalogtext Was Tape kann und was nicht.
Und heute?
Heute gibt es Tapes aus Baumwolle, aus Kunstfasern und aus Rayon. Wir haben uns für Rayon entschieden: glatt, fein und mit einem Schimmer, den Baumwolle nicht hat.
Dieser Text dient der allgemeinen Information. Er ersetzt keine ärztliche oder physiotherapeutische Beratung.
Quellen
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